dachklang - juli  I



dienstag, 19. Juli um 20 uhr

infimie
von
yannick guedon

yannick guedon   stimme

"infimie is a variation on only one note, leading to a continuous exploration of voice mobility.
The vocal score involves a fine variation of the tongue articulations, consonants, vowels, and resonators, overlapping the generated sounds in a progressive way.
The tiny and slow development of timbres do not seek any end and create a continuous sensation of eluding time.
The singer defines his path through the audience considering the various acoustic potentials of the venue which will modify the tone of his voice."

Yannick Guédon ist ein 1976 in Frankreich geborener Komponist, Sänger und Performance-Künstler. Derzeit lebt er in Brüssel.
In seiner Arbeit konzentriert er sich auf kleine Variationen von Klangfarben, auf das Pulsieren von Empfindungen und auf subjektive Vorstellungen von Zeit, Stille und Fehler. Besondere Aufmerksamkeit legt auf Ort und Kontext, in dem seine Aufführungen geschehen.


dachklang - juli  II



mittwoch, 20. Juli um 20 uhr

café dunya
ein tag in damaskus

von
suleman taufiq

suleman taufiq   lesung

Ohne Ziel streift ein junger Mann, der nach Jahren in Europa erst seit kurzem wieder in seinem Heimatland lebt, durch die Gassen von Damaskus... Dabei gerät er in ein traditionelles Stadtviertel und nimmt Platz im Café Dunya.
Das Dunya erweist sich als Treffpunkt einer illustren Gästeschar. Während der Tag verstreicht, gehen sie hier ein und aus, die Dichter und die Händler, die Bauern und die Intellektuellen, verschrobene Gestalten und weise Männer. Hier ist der Mittelpunkt des Viertels und das Zentrum eines kleines Kosmos!
Mit feiner Beobachtungsgabe und leisem Humor beschwört Suleman Taufiq stimmungsvolle Bilder aus einer versinkenden, orientalischen Lebenswelt.

»Mit Humor und Sympathie beschreibt Suleman Taufiq die Menschen im Café und lässt eine schillernde Karawane durch diese zeit-enthobene Oase ziehen … Café Dunya ist kein explizit politisches Buch. Doch in dem orientalischen Kaffeehaus spiegelt sich eine versinkende Kultur. Wer diese schöne Schilderung liest, denkt unweigerlich an das Syrien von heute. Wo sich eben nicht so angenehm der Tag vertändeln lässt …« (NDR Kultur, Neue Bücher vom 11.1.2016)

Suleman Taufiq wurde 1953 in Syrien geboren. Nach dem Abitur 1971 kam er fasziniert von Europa nach Deutschland, wo er Philosophie und Komparatistik studierte. Heute lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Aachen. 1978 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband auf deutsch. Seit Ende der siebziger Jahre beschäftigt er sich mit der deutschsprachigen Literatur von Ausländern in Deutschland und gibt Bücher zu diesem Thema heraus. Suleman Taufiq war Mitbegründer und Mitherausgeber der literarischen Reihe »SÜDWIND – Gastarbeiterdeutsch« und Herausgeber der Reihe »Unterwegs« sowie der Zeitschrift »Fremdworte«. 1983 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Aachen. Suleman Taufiq schreibt für Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen und hat sich als Lyriker, Erzähler sowie als Herausgeber und Übersetzer arabischer Literatur einen Namen gemacht. 



Ort der Veranstaltung:
C. Nicolaus
Zieblandstr. 45; V. Stock
München-Maxvorstadt

Man kann mit dem Lift in den 4. Stock fahren und dann eine Etage nach oben gehen.       

Der Unkostenbeitrag ist freiwillig




C.Nicolaus
Zieblandstr. 45; V. Stock
München-Maxvorstadt
NICOLAUS@WANDELWEISER.DE
0173 38 660 39


> nicolaus@wandelweiser.de

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der  LH München