dachklang - juni






samstag, 04. juni 20:00 uhr


diwan des feueropals
oder die legende von leila und madschnun

von clara janés

sylvia alexandra schimag (stimme), rasha ragab (stimme)


mit zwischenspiele: lichtblütenblätter

von antoine beuger

antoine beuger (rababa), christoph nicolaus (steinharfe)



In ihrem Gedichtzyklus Diván del ópalo de fuego (Diwan des Feueropals), 1996 zum ersten Mal veröffentlicht, erzählt und meditiert Clara Janés (geboren 1940), deren Werk allgemein als ein Höhepunkt der spanischen Liebeslyrik betrachtet wird, die Legende von Leila und Madschnún neu.
Jeder in der arabischen Welt des Orients kennt diese Geschichte. Ursprünglich eine beduinische Geschichte aus der vorislamischen Zeit wurde sie im Laufe der Jahrhunderte von einigen Dichtern zu einem Epos gestaltet (die berühmteste Version ist vom persischen Dichter Nizami, entstanden um 1180). In der Sufimystik wurde die Geschichte von Leila und Madschnún zum Bild der Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch. Und es gibt kaum einen orientalischen Dichter, der nicht irgendwann in seinem Werk auf diese Legende bezugnimmt.
Clara Janés‘ Diwan des Feueropals ist eine große Meditation über die Liebe, über die eine Liebe, göttlich und menschlich, ganz im Sinne ihrer großen Vorbilder San Juan de la Cruz (1542-1591) und Ibn ‘Arabi (1165-1240). Gleichzeitig ist es eine Meditation über die Einheit von Liebe, Leben und Poesie, eine Meditation über das Herz (qalb).
Es ist ein gerade heute hochaktuelles Buch, in dem sich westliche und orientalische Kultur und Geschichte in ihrer Jahrhunderte alten gegenseitigen Durchdringung zeigen, entgegen allem Gerede über „clash of cultures“ und „Islamisierung“.

Antoine Beuger hat den Text ins Deutsche übersetzt und in eine musikalische Form gesetzt. Sylvia Alexandra Schimag und Rasha Ragab werden ihn auf deutsch und arabisch vortragen.

Antoine Beuger geboren 1955 in Oosterhout, Niederlande. 1973 bis 1978 Kompositionsstudium bei Ton de Leeuw. 1990 Wiederaufnahme der kompositorischen Tätigkeit nach einer Unterbrechung von etwa zehn Jahren. Gründete 1992 mit Burkhard Schlothauer die Edition Wandelweiser. Seit 1994 Konzeption und Organisation mehrerer Konzertreihen in und um Düsseldorf. Seit 1996 künstlerischer Leiter der Edition Wandelweiser Records und Lehrbeauftragter der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.  Seit 2008 Composer Mentoring. Zahlreiche Preise, Uraufführungen u.a. auf bedeutenden Festivals. Lebt in Haan bei Düsseldorf.

Sylvia Alexandra Schimag hat sich durch Lesungen mit Texten von unter anderen Ilse Aichinger, Oswald Egger, Gottfried Wanner, Rainer Maria Rilke,  John Ashbery, Fernando Pessoa, Emily Dickinson, Lukrez, aus dem Hohelied Salomos, aus dem Avatamsaka Sutra einen Namen gemacht.
Sie arbeitet seit Jahren regelmäßig mit Komponisten wie Antoine Beuger, Jürg Frey, Eva-Maria Houben, Radu Malfatti, Michael Pisaro, Craig Shepard, Christian Wolff und Istvàn Zelenka  zusammen, die eigens für sie Werke für Sprechstimme (allein oder in Kombination mit Instrumenten) geschrieben haben.  2011 erschien bei Edition Wandelweiser Records ihre Gesamtaufnahme von John Cage’s Empty Words, einem 10-stündigen Stück für Sprechstimme, auf CD.

Rasha Ragab
, geboren in Kairo, ist Malerin, Performance-, Video- und Fotokünstlerin. Zusammen mit Christoph Nicolaus bildet sie das Künstlerpaar „toffaha“. Daneben ist sie Kuratorin u.a. im „Museum of Modern Art in Cairo“. Sie lebt in München und Kairo.




Ort der Veranstaltung:
C. Nicolaus
Zieblandstr. 45; V. Stock
München-Maxvorstadt

Man kann mit dem Lift in den 4. Stock fahren und dann eine Etage nach oben gehen.       

Der Unkostenbeitrag ist freiwillig




 





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Zieblandstr. 45; V. Stock
München-Maxvorstadt
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0173 38 660 39


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Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der  LH München