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gespielt von Jürg Frey |
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Best Nr.: |
EWR 9607 |
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Tonträger: |
CD |
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Komponist: |
Beuger /
Cage |
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Interpreten: |
Jürg Frey,
Klarinette |
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Die Bewegung, die durch das hier von
Jürg Frey gespielte Programm hindurch stattfindet, ist die Bewegung des
Werdens, des unablässigen Werdens, das heißt der Zeit. Das Werden hat weder
einen Ausgangspunkt noch strebt es einem zu erreichenden Endpunkt entgegen.
Es ist nicht zu lokalisieren: auch im kleinsten Intervall zwischen zwei
Zeitpunkten läßt es sich nicht einfangen. Es ereignet sich unmerklich, in der
Gleichzeitigkeit von ,,noch nicht" und ,,bereits nicht mehr".
Niemals ist das Werden Gegenwart. So ereignet sich das Werden in der Stille.
Augenscheinlich tut sich nichts. Dann stellt sich heraus, daß sich
Unumkehrbares getan hat |
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In ,,dialogues (silences)"
von Antoine Beuger kommt dieser Aspekt besonders zur Geltung. Jeder
Klanggestalt geht eine Stille voraus und folgt eine Stille. Zwischen der
Stille nach einer Klanggestalt und der Stille vor der nächsten hört man den
Klang des Seitenwendens: Klang der Stille zwischen den Stillen. |
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Auch wenn sich Musik der Komplexität
hingibt, auf kleinstem Zeitraum in die Unendlichkeit der möglichen
Klangdifferenzen hineingreift, ereignet sich das Werden gleichsam
hinterrücks. Niemals geht es auf in dem, was sich tut: es geht durch es
hindurch. |
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,,Music for One" von John
Cage wird geprägt von der Präsenz beider Richtungen: unendliche Ausdehnung
des Augenblicks in der Stille; unendliche Verkleinerung des Zeitraums in der
Komplexität. Aber nicht Abwechslungsreichtum zeichnet diese Musik aus,
sondern Gleichmut. |
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